Melodyne in Cubase mit ARA – was sich ändert

  • Neu: Melodyne in Cubase mit ARASehen Sie in diesem kurzen Film die Vorteile der ARA-Integration von Melodyne in Cubase.
  • Neu: Perfektes Comping in CubaseSehen Sie hier, wie Cubase dank ARA das perfekte Comping mit Melodyne ermöglicht.

Dank der ARA-Integration wird das Zusammenspiel von Cubase und Melodyne um ein Vielfaches schneller, einfacher und leistungsfähiger. In dieser Tour erfahren Sie, was sich ändert und was Sie darüber wissen müssen.

Benötigte Versionen und Kompatibilität

Um die Vorteile von Melodyne mit ARA in Cubase zu nutzen, benötigen Sie Cubase in Version 10.0.40 bzw. Nuendo in Version 10.2 sowie Melodyne in Version 4.2.3.

Wenn Sie mit dieser Programm-Kombination ältere Projekte öffnen, bleibt Melodyne – wie es bisher üblich war – als Transfer-Plugin eingebunden. Alle Ihre Melodyne-Bearbeitungen bleiben erhalten und können weiterhin verändert werden. Neue Melodyne-Bearbeitungen lassen sich dann natürlich auch in älteren Projekten per ARA vornehmen.

Melodyne einfügen

Mit ARA wird Melodyne nicht mehr als Plugin im Kanalzug eingefügt, sondern als Erweiterung direkt auf Audio-Events. Dies geschieht per Rechtsklick aufs Event oder noch schneller über die Infozeile. Sie können dabei Event für Event mit Melodyne versehen oder auch mehrere Events gleichzetig selektieren und dann Melodyne als Erweiterung aufrufen :

Dann erhält Melodyne von Cubase alle Audiodaten (aller Events), deren musikalischer Inhalt deshalb unmittelbar und ohne den bisher nötigen Vorspielprozess als Audionoten in Melodyne angezeigt und direkt bearbeitet werden kann. 


Weil Cubase jedoch nur die Daten innerhalb der im Moment des Melodyne Einsatzes gültigen Eventgrenzen übermittelt, empfehlen wir, Melodyne bereits frühzeitig auf den Events einzusetzen; insbesondere noch bevor Sie Eventgrenzen verkleinern. Andernfalls könnten Sie die Eventgrenzen später nicht wieder aufziehen.
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Umarrangieren von Regionen – Melodyne folgt

Bisher war es nicht möglich, ein Event auf der Cubase-Spur nach einem Transfer zu bearbeiten, da die Inhalte in Melodyne diesen Bearbeitungen nicht folgen konnten. Mit ARA ändert sich das, die Verzahnung zwischen den beiden Programmen wird viel besser. Die folgende Aktionen an den Events werden nun in Melodyne nachvollzogen:

  • Events verschieben
  • Events kopieren oder wiederholen
  • Events stummschalten
  • Eventgrenzen verkleinern
  • Eventgrenzen aufziehen (Achtung: Beachten Sie hierzu den o. g. Hinweis, dass Sie Events nicht vorm Einsetzen von Melodyne sondern ggfs. erst danach verkleinern sollten)

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Das Ändern der Event-Lautstärke und das Ein- bzw. Ausblenden von Fades kann zur Zeit nur vor dem Einsatz von Melodyne erfolgen und nicht danach. Das ist auf einen Bug zurückzuführen, der in einem kommenden Cubase-Update behoben wird. Bis dahin können Sie mit “Render in Place” ein neues Event erzeugen, das inhaltlich alle Melodyne-Änderungen enthält und dann wie gewohnt hinsichtlich Lautstärke und Fades eingestellt werden kann.

Wechseln der Melodyne-Anzeige von Cubase aus

Wählen Sie in Cubase ein Event aus, so wird dessen Inhalt automatisch in Melodyne angezeigt. Bei Anwahl eines anderen Events wechselt die Melodyne Anzeige automatisch zu dessen Inhalt.


Dabei sehen Sie nicht nur den Inhalt des jeweiligen Events, sondern Melodyne zeigt auch die davor und dahinter liegenden Events derselben Spur an (sofern es dort weitere Events gibt und diese ebenfalls mit Melodyne-Erweiterung versehen wurden). Es ist also sehr komfortabel möglich, Event-übergreifend zu arbeiten und auch solche Spuren schnell und effizient zu editieren, die aus sehr kleinteiligen Events zusammen-“gepuzzelt” wurden.

Alternativ zu diesem Spur-Edit-Modus bietet Melodyne einen Clip-Edit Modus, der es erlaubt über Eventgrenzen hinauszuschauen.
Mehr zu beiden Modi…

Transportsteuerung

Dank ARA können Sie die Wiedergabe und den Cycle in Cubase auch von Melodyne aus steuern. Das spart Mauswege und erlaubt Ihnen ein schnelleres Arbeiten. Mehr...

Tempoanpassungen

Die aktuelle ARA-Implementation in Cubase zieht noch keinen Nutzen aus den Melodyne eigenen Tempo-Bearbeitungsfunktionen. Insbesondere können Events, auf denen Melodyne eingefügt wurde, nicht mehr in den Musikmodus versetzt werden. Und umgekehrt: Events, die sich bereits im Musikmodus befinden, verlieren diesen Modus im Moment des Melodyne-Einsatzes.

Um mit Melodyne bearbeitete Audio-Events dennoch ans Songtempo anpassen zu können, gehen Sie wie folgt vor:

  • Entfernen Sie die Melodyne-Erweiterung – ggfs. rechnen Sie zuvor die Melodyne-Bearbeitungen in das Event ein (in Cubase mit Rechtsklick und Wahl von “Auswahl als Datei” oder mit “Render In Place”).
  • Ändern Sie dann das Tempo in Cubase.
  • Anschließend können Sie Melodyne jederzeit wieder einsetzen, um dann im neuen Songtempo weitere Notenänderungen vorzunehmen.

Comping

Mit Cubase 10.0.40 bzw. Nuendo 10.2 implementiert Steinberg die volle ARA-Funktionalität beim Comping. Nun lassen sich alle Takes optimieren, ohne dass der Comping-Vorgang vorher abgeschlossen und per Bounce bzw. Audio Mixdown in Stein gemeisselt werden muss.

So haben Sie alle Melodyne-Möglichkeiten zur Verfügung, um die Takes zu bearbeiten und die wirklich besten Stellen auszusuchen. Dabei haben Sie immer den Überblick über die gesamte Spur, egal wie kleinteilig Ihr Comping-Fahrplan ausfällt. Und: Dank Melodyne bekommen Sie nun auch problematische Take-Übergänge ganz leicht in den Griff.

Wie Sie das Comping mit Melodyne in Cubase/Nuendo bedienen, erfahren Sie hier.

Allgemeine Tipps und Tricks zum Comping (auch, aber nicht nur für Cubase) haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Datei-Management

Für das Backup oder das Weitergeben eines Cubase-Songs müssen Sie sich in Melodyne nicht mehr um die Transfer-Daten kümmern. Dank ARA werden solche Hausmeisteraufgaben ganz automatisch richtig erledigt.
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